Dialog Hochschulpartnerschaft / 2. Arbeitsforum "Koordinierte Entwicklung des tertiären Sektors"
Das Arbeitsforum 2 beschäftigt sich mit der koordinierten Entwicklung des teritären Bildungssektors. Folgende Kernfragen sollen bearbeitet werden - gib deinen Input dazu!
WELCHEN STANDPUNKT SOLL DIE AG MITTWOCH FÜR UNS STUDIERENDE EINBRINGEN?
Neben allen Nebendiskussionen steht im Moment eine Frage im Raum, die das Forum noch etwas länger beschäftigen wird.
Die Frage: Was genau soll den Unterschied zwischen Universitäten und Fachhochschulen ausmachen?
Übersicht
Wieso ist das nicht klar?
Wieso ist diese Frage wichtig?
…Einleitung
…Wieso vorher Unterschiede definieren?
...Wieso nicht einfach vom Status quo ausgehen?
Absatz 22: Vorschlag zu unserer Position
Absatz 23: Argumente
Absatz 24: Weitere Fragen
Absatz 25: Vorteile, Probleme und sinnvolle Eingrenzungen von Konkurrenz (Bericht über Stand der Diskussion)
(Absätze sind kommentierbar)
Wieso ist das nicht klar?
Auf den ersten Blick leicht gesagt, aber gängige Unterscheidungen wie „Die Unis machen die Grundlagenforschung, exklusiv“ oder „Die FHs sind praxisgerichtet, die Unis nicht“ greifen nicht mehr.
Das stimmt teilweise noch, aber trifft anscheinend schon längst nicht mehr auf alle zu. Es gibt sehr wohl zu einem spezifischen Beruf ausbildende Unis (um es simpel zu machen: zB die Medizinuni, die Vet-Uni, Maschinenbau.. ), und es gibt FHs die nicht auf wirtschaftliche Berufe ausgerichtet sind und sich seit längerem auch mit Grundlagenforschung beschäftigen (und weiterhin beschäftigen wollen).
Wieso ist diese Frage wichtig?
Lange Einleitung:
Das Abeitsforum beschäftigt sich mit der Koordination des tertiären Bildungssektors. Nachdem am Anfang erhoben wurde warum es veränderter – besserer! – Koordination bedarf, wurde danach ein Schwerpunkt auf die Unterscheidung Koordination – Kooperation gelegt, auch mit Diskussion über Vorteile, Probleme und sinnvolle Eingrenzungen von Konkurrenz (dazu mehr im letzten Absatz).
Um jedoch ein Koordinationskonzept zu erarbeiten, dass auf unseren „tertiären Bildungssektor“ auch wirklich passt (und bestehende Probleme löst) muss vorab definiert werden, wer jetzt wirklich welchen Bereich abdeckt.
Es wurden zwei Herangehensweisen an das Koordinationskonzept, in dem Kooperations- und Konkurrenzfelder fixiert werden, eingebracht. Hoffentlich wird daraus eine Mischung entstehen:
1) Ein Gesamtbild wird entworfen: welche Aufträge, welche Leistungen sollen vom tertiären Bildungssektor entworfen werden?
2) Wer deckt was ab?
-> Sind Lücken geblieben?
Wieso vorher Unterschiede definieren?
Um die Felder der entstehenden Konkurrenz und die Felder der Kooperation oder Koordination als solche zu erkennen.
Nur dann kann man ein Konzept erstellen das negative Auswirkungen der Konkurrenz verhindert, sinnvolle offen lässt, und Maßnahmen für Kooperation/Koordination fixiert.
Wieso nicht einfach vom Status Quo ausgehen?
1. Dieser ist schwammig und ungeregelt.
Am besten hat das der Privatuniversitätsvertreter ausgedrückt: (sinngemäß) man schicke Leute hin und her um jeweils das Beste auszuspionieren, das übernimmt man → die Angleichung sei in vollem Gange.
Es entsteht ein Einheitsbrei.
Im Moment beanspruchen sowohl Universitäten als auch FHs jegliche Felder für sich: Grundlagenforschung, anwendungsorientierte Forschung, Bildung, praxisorientierte Ausbildung. Keiner will auf einen der Bereiche verzichten, und in der Realität erfüllt auch sowohl das FH- als auch das Universitätsfeld durch den einen oder anderen Vertreter jeden dieser Ansprüche.
2. Die Universitäten wurden bereits immer mehr verschult (STEPs, Modul-Pläne, vermehrte Unflexibilität in der Prüfungsablegung).
DAS WIDERSPRICHT UNSEREM VERSTÄNDNIS VON UNIVERSITÄT!