Dialog Hochschulpartnerschaft / 3. Arbeitsforum "Bologna & Studienstruktur (Curricula) & Lehre"

Allgemeines

3. Arbeitsforum "Bologna, Studienstruktur (Curricula) und Lehre"

 "Um sich ihren Anforderungen stellen zu können, müssen sie gegenüber allen politischen, wirtschaftlichen und ideologischen Grundsätzen frei sein."
(aus der "Magna Charta Universitatum", Bologna 1988 unterzeichnet von 660 Universitätsrektoren in Europa)

 

 weitere Termine:

  • 20.01.2010, 9.00-13.00: 2. Treffen Arbeitsforum 3, Freyung 3, 1010 Wien
  • 16.02.2010, 14.00-18.00: 3. Treffen Arbeitsforum 3, Freyung 3, 1010 Wien
  • 19.03.2010 ganztags: 4. Treffen Arbeitsforum 3, Ort wird noch bekannt gegeben

Bologna - kaum eine andere italienische Stadt sorgt derzeit für mehr Aufsehen unter den StudentInnen in Europa. Viele der Probleme im Studium werden an diesem Wort festgemacht - sei es die Verschulung der Studienpläne, über die immer mehr an Berufsfähigkeit ausgerichtete Lehre bis hin zu den diversen Änderungen im legislativen Bereich. Kurzum, alles negative an der derzeitigen Studiensituation wird am "Bolognaprozeß" festgemacht.

Dabei wird viel Positives wie z.Bsp. die (theoretisch) erleichterte Mobilität und die europaweite Vergleichbarkeit der Abschlüße ausgeblendet.

Bei Umsetzung des Bolognaprozesses ging einiges schief. So wurden z.B. durch gleichzeitige Umkrempelung des österr. Universitätssystem mit dem UG 2002 bei der Implemetierung des Bolognaprozesses zuviel auf die Interessen der Industrie geachtet. Nahezu alle Begehrlichkeiten der Industrie (bzw. Industriellenvereinigung) wurde umgesetzt, auf die Wünsche der Studierenden wurde kaum eingegangen. Aber es gibt nicht nur Probleme an den Universitäten, im gesamten tertiären Bildungsbereich gibt es durch die mangelhafte Umsetzung des Bolognaprozesses manigfaltige Probleme.

Uns bietet sich hier nun die einmalige Möglichkeiten, viele der Fehlentwicklungen der letzten Jahre an den Universitäten auszumerzen bzw. das gesamte Hochschulsystem in Österreich neu zu gestalten.
Beim Arbeitsforum "Bologna, Studienstruktur (Curricula) und Lehre" wird zuerst der Bologna-Prozeß auf internationaler, nationaler Ebene sowie die legislative Umsetzung in Österreich betrachtet und ebenso soll ein österr. Verständnis der verschiedenen Action Lines gearbeitet werden.
In den späteren Terminen werden wir uns mit den Problemen der Umsetzung des Bolognaprozesses beschäftigen und in weiterer Folge Anforderungen für die Curricula an den verschiedenen Hochschultypen festlegen.

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Problemquelle Curricula:

An den Unis kam z.Bsp. bei der mehr oder weniger gleichzeitigen Entlassung der Universitäten in die Autonomie und der Implementierung des Bolognaprozesses ging einiges in der Gestaltung der Studienpläne schief. Dies führte z.B. zu einer Verschulung der Studienpläne. Schreibt und begründet doch bitte eure Probleme mit den Curricula in den Kommentaren (auch in den anderen Bildungseinrichtungen), damit wir auch eure Stimme in den Prozess einbringen können.

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Problemquelle Mobilität:

Ein Hauptziel des Bolognaprozesses ist die Mobilität der Studierenden zu erhöhen. Diese soll durch verschiedene Massnahmen (Angleichung der Studienabschlüße, ECTS-Punkte, uvm.) erleichtert werden. Doch trotz dieser Massnahmen sank die Mobilität unter den Studierenden in den letzten Jahren. Wo seht ihr die Problemquellen?

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Problemquelle Anerkennung der neuen Abschlüße (BA/MA/PhD):

Die neuen Studienabschlüße. Viele sehen am BA nur einen Halbakademiker, da dieser noch nicht in unseren Köpfen angekommen sind. Aber es gibt auch viele Probleme mit den Abschlüßen. So ersetzte der BA oft einfach das erste Staatsexamen - ohne zu Überdenken, ob dies Sinn ergibt. Wie seht ihr dies? Können die neuen Studenabschlüße etwas? Was muss sich ändern, damit diese gesellschaftlich akzeptiert werden? Oder wollen wir ein komplett anderes System?

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Problemquelle Lehre:

An den Hochschulen gibt es nicht nur Probleme mit dem Studienplan, auch im Bereich der Lehre gibt es massive Probleme. Die Studierendezahlen steigen, die Lehrkräfte jedoch nicht. Immer mehr Vorlesungen werden zu Massenveranstaltungen, die Prüfungen mittels Multiple-Choice abgehalten... Wo seht ihr die Probleme?

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