2. Arbeitsforum "Koordinierte Entwicklung des tertiären Sektors" / Der Standpunkt des Wissenschaftsrat

Bei dem ganztägigen Termin des zweiten Arbeitsforums (März; Protokoll auf unsereuni.at und es gibt auch einen Livestream dazu!) wurde der Vormittag dazu verwendet, die Empfehlungen des Wissenschaftsrates für den teritären Bildungssektor vorzustellen.

Der Wissenschaftsrat hatte schon vor einiger Zeit einen Auftrag vom BMWF erhalten, Empfehlungen bezüglich des teritären Bildungssektors zu erarbeiten, und stellte Kernthesen daraus vor.

Was hältst du davon?


 

Hier die Zusammenfassung: 

1
  • Differenzen zwischen den unterschiedlichen Bildungseinrichtungen müssen beibehalten werden. Die Universitäten müssen sich auf ihre Aufgabe konzentrieren, FHs auf ihre etc. Eine Angleichung der unterschiedlichen Systeme aneinander ist nicht wünschenswert.
     
  • Daraus resultiert auch, dass die Aufgabentrennung der Teilsysteme beibehalten werden muss.
     
  • Die Ausgangsvoraussetzungen müssen bei allen Institutionen im teritären Bildungssektor gleich sein, allerdings unter Beachtung der spezifischen Voraussetzungen.  
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2
  • Quantitativer Ausbau der Fachhochschulen: Universitäten sollen nicht die Notlösung sein für Menschen, die auf der FH studieren wollen, aber dort die Aufnahmeprüfung nicht geschafft haben. Daher solle es mehr Plätze an Fachhochschulen geben.

     
  • Studienzulassung. Bezüglich der Studienzulassung empfiehlt der Wissenschaftsrat folgende Schritte:  
    • Frühere Information für SchülerInnen über die unterschiedlichen Studienrichtungen. Auf der einen Seite müssen Schulen dem Nachkommen, dass ihre SchülerInnen wissen, welche Studienangebote es gibt. Auf der anderen Seite sollen Universitäten auch an die Schulen kommen, um zu informieren. Sowohl von den Schulen als auch von den Universitäten muss hier mehr getan werden, damit junge Menschen wissen, was es für Möglichkeiten gibt und sich auf Basis von fundierter und früher Information entscheiden können.
       
    • Bewerbungsphase: Mittels Bewerbungsbriefen, persönlichen Interviews an den Bildungseinrichtungen und einem Orientierungssemester sollen sich (angehende) Studierende ihrer Entscheidung noch einmal bewusst werden und erste Eindrücke sammeln können, um sich sicher sein zu können, dass sie die richtige Wahl getroffen haben.
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3

All diese Punkte sind Schritte auf dem Weg zur Verbesserung des Überganges zwischen Schule und des tertiären Bildungssektors. Das ist die wichtigste Grundlage.

Der erste Schritt zur Verbesserung der Bildungsmisere in Österreich wäre ein Kassasturz bezüglich der Studienplätze. Niemand weiß wie viele Studienplätze es in dem Land eigentlich gibt. Das müsst ermittelt werden und als Grundlage für alle weiteren Vorgänge gesehen werden.

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Den Hochschuldialog sieht der Wissenschaftsrat als Medium zur Verständigung aller Beteiligten im teritären Bildungssektors. Hier kann ein Austausch stattfinden und es sollte überlegt werden den Dialog längerfristig zu halten statt nur bis Juni.